Bei der Werkstatt Furtwängler & Hammer handelt es sich um eine bedeutende
deutsche Firma für die norddeutsche Region. Sie hat über einen Zeitraum
von vielen Jahren die Orgelgeschichte im deutschen Raum mit beeinflusst.
Die Orgel der Domkirche zu Königslutter, welche 1892/93 erbaut wurde,
ist ein interessantes Zeugnis für den romantischen Orgelbau des ausgehenden
19. Jahrhunderts und muss daher als wichtiges Klangdenkmal eingestuft werden.
Mit dem Wandel des Zeitgeschmackes wurden in den knapp 120 Jahren ihres
Bestehens auch an dieser Orgel Veränderungen vorgenommen, die aber
glücklicherweise nur einen Teil des Orgel- und Pfeifenwerkes betrafen.
Bei dem Umbau der Orgel auf elektrische Spieltraktur hat Herr Domkantor
Schultz, dafür gesorgt, dass die alte mechanische Spieltraktur eingelagert
wurde. Ein seltenes Vorkommnis bei einem solchen Umbau.
Dieser Umstand hat es uns ermöglicht, die alte mechanische
Spieltraktur wieder zu restaurieren und in Betrieb zu nehmen, ohne dass
alle Teile neu angefertigt werden mussten.
Bei der Disposition gab es zwischen dem Kostenvoranschlag der Erbauerfirma
und der tatsächlichen Ausführung Abweichungen. Aus Kostengründen wurden
drei Register nicht eingebaut und nur eine Leerkanzelle auf der Windlade
vorbereitet. Um diese Register wurden die Orgel im Zuge der Restaurierung
erweitert. Ebenfalls sind mehrere Register aus zeitgeschmacklichen Gründen
verändert oder umgebaut worden, die im Zuge der Restaurierung wieder auf
Ihren Originalzustand zurückgeführt wurden. Details siehe Disposition.
Eine kurze Reportage des NDR vom 01. Februar 2010: