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Neubauprojekt in Lünern 1998

Orgel in Lünern
Lünern 1998
Auch bei einer kleineren Orgel wünscht man sich aus musikalischen Gründen die Zweimanualigkeit. Bei einer Aufteilung von kleinen Dispositionen auf zwei Manuale und Pedal werden die einzelnen Werke sehr knapp. Entwirft man aber eine Disposition für ein Manual und Pedal in dieser Registerzahl, so ist es plötzlich möglich, bis zu vier verschiedenartige Grundstimmen und einen kompletten Obertonaufbau zu haben, mit zusätzlichen Zungenstimmen. Das Prinzip der Wechselschleife geht von dieser Grundidee aus. Ein Teil der Register wird auch wahlweise auf einem zusätzlich gebauten zweiten Manual spielbar gemacht. Dadurch ergeben sich vielfältigere Registriermöglichkeiten.
Im vorliegenden Falle handelt es sich um eine voll ausgebaute Variante dieses Konzeptes.
Durch die Einbeziehung romantischer Register und durch eine sehr charakteristische Intonation ergibt sich eine erstaunliche Vielseitigkeit dieser Orgel. Zusammen mit der Sub-Oktav-Koppel entsteht eine für diese Orgelgröße ungewöhnliche Gravität im Klang.

Auftragsdisposition

I. Hauptwerk, C-g'''
  1. Principal 8'
  2. Flaut d'amour 8'
  3. offene Holzflöte, innen labiert
  4. Bordun 8'
  5. Gamba 8'
  6. Lamento (ab c) 8'
  7. Oktave 4'
  8. Traversflöte 4'
  1. Quinte 2 2/3'
  2. Terz 1 3/5'
  3. Flöte 2'
  4. Oktave 2'
    Halbzug aus Mixtur
  5. Mixtur 4f 2'
  6. Basson-Hautbois 8'
  7. Vox Humana 8'
  8. Tremulant

II. Nebenwerk, C-g''', als Wechselschleifen a. d. I. Manual
    Flaut d'amour 8'
    Bordun 8'
    Gamba 8'
    Lamento 8'
    Oktave 4'
    Traversflöte 4'
    Quinte 2 2/3'
    Terz 1 3/5'
    Flöte 2'
    Basson-Hautbois 8'
    Vox humana 8'

Pedal C-f'
  1. Subbass 16'
  2. Gedecktbass 8'
  3. Cello 8'
  4. Fagott 16'