Orgelwerke

Incheon (Süd-Korea), Methodist Central Church

Neubau | II/29 +4 Ext. | 2021

FERTIGESTELLUNG GEPLANT BIS ENDE 2021

Die Hafenstadt Incheon ist die drittgrößte Metropole Süd-Koreas und befindet sich angrenzend zur Landeshauptstadt Seoul. In Küstennähe gelegen entsteht hier eine neue Zentralkirche der ansässigen methodistischen Gemeinde. Integraler Bestandteil des Gebäudes bildet ein großer Gottesdienstraum mit charakteristischer Dachkonstruktion, deren gewölbte Elemente sich zur Mittelachse hin neigen.

Vor dem Mittelrisalit der ansonsten großflächig verglasten Altarwand wird die neue Orgel einen optisch und akustisch prominenten Platz einnehmen. Der Gemeinde war es wichtig, dass der über 10 m hohe 16'-Prospekt sich nicht nur formal anpasst, sondern einen selbstbewussten und repräsentativen Blickfang darstellt. Dementsprechend greift die Gestaltung das Merkmal der Staffelung geschwungener Formen auf. Die Bewegungsrichtung der sich plastisch überlappenden Prospektfelder betont das Zentrum mit dem über der Orgel thronenden Kreuz.

Die Disposition basiert auf einem universell-traditionellen Klangaufbau mit romantisch erweiterter Gesamtprägung, die sich auch in einer auf Fülle, Kraft, Schmelz und intensiver Farbe orientierten Intonation niederschlägt. Die Register verteilen sich auf zwei reichhaltig besezte Manualwerke und ein Pedal mit 3 Pfeifenreihen, aus denen jeweils ein Oktavauszug gewonnen wird. Zwei Spielregister, Nachtigall und ein im Prospekt angebrachter Zimbelstern, runden das Konzept wunschgemäß ab.

Hauptwerk und Schwellwerk stehen mit Stimmgangabstand in der ersten Etage hintereinander. Das Pedal teilt sich in zwei Sektionen an der Rückwand das Großpedal und im Orgelunterbau das Kleinpedal. Die vollständig elektrisch traktierten Windladen werden von einem fahrbaren Spieltisch aus bedient, der seitlich an der Chorbühne Aufstellung findet und in dessen Design sich die Charakteristik von Bauwerk und Orgelgehäuse fortsetzt.

Disposition

I. Hauptwerk C-g3

  1. Bourdon 16'
  2. Prinzipal 8'
  3. Flûte harmonique 8'
  4. Salizional 8'
  5. Rohrflöte 8'
  6. Oktave 4'
  7. Hohlflöte 4'
  8. Quinte 2 2/3'
  9. Oktave 2'
  10. Mixtur major 3 fach
  11. Mixtur minor 2-3 fach
  12. Fagott 16'
  13. Trompete 8'

II. Schwellwerk C-g3

  1. Geigenprinzipal 8'
  2. Flauto amabile 8'
  3. Nachthorn 8'
  4. Viola da Gamba 8'
  5. Vox coelestis 8'
  6. Oktave 4'
  7. Traversflöte 4'
  8. Nasard 2 2/3'
  9. Flöte 2'
  10. Terz 1 3/5'
  11. Plein jeu 3-4 fach
  12. Trompette harmonique 8'
  13. Hautbois 8'
    Tremulant

Pedal C-f1

  1. Prinzipalbass 16'
  2. Subbass 16'
    Akustikbass 32' (C-H 10 2/3' + Subbass 16', ab c° Ext. aus Subbass)
    Oktavbass 8'  Ext.
    Flötbass 8'  Ext.
  3. Posaune 16'
    Trompete 8'  Ext.

Zimbelstern
Nachtigall

Koppeln: II-I, Sub II, I-P, II-P

elektrische Trakturen mit Setzeranlage