Orgelwerke

Hangzhou (China), Zhejiang Conservatory of Music

Neubau einer Konzertorgel (großer Saal) | IV/64 | 2018 | Opus 1010

Die Provinzhauptstadt und Millionenmetropole Hangzhou liegt an der Mündung des Quiantang-Flusses im Osten Chinas. Auf einem 40 Hektar großen Areal wurde 2014 das Zhejiang Conservatory of Music fertiggestellt. Die Hochschule ist für 5.000 Studenten ausgelegt und bietet u.a. auch orgelmusikalische Ausbildungen an.

Mit den beiden 2018 durch unsere Werkstatt erbauten Orgeln für zwei der Konzertsäle des Konservatoriums steht den angehenden Organisten ein Instrumentarium zur Verfügung, das eine geeignete Voraussetzung zur Erfüllung der Unterrichts- und Aufführungszwecke im solistischen Einsatz und Ensemblespiel schafft.

Bei der Intonation lag der Fokus auf einer farbig-differenzierten, warm-fülligen, mitunter orchestralen Klanggestaltung, die dennoch polyphone Klarheit und Strahlkraft besitzt. Gleichzeitig kommt das Klangkonzept der gut durchhörbaren Akustik mit kurzen Nachhallzeiten entgegen.

Das Gehäusedesign beider Instrumente ordnet sich der Raumarchitektur unter. Die Prospekte wirken vor allem durch die lebendige Linienführung der teilvergoldeten Pfeifen.

Die große Konzertorgel (IV/64) ermöglicht auf drei reichhaltig besetzten Manualwerken und Pedal, sowie einem Solowerk auf erhöhtem Winddruck (200 mmWS) eine überzeugende Interpretation aller Musikepochen. Zusätzlich zum angebauten mechanischen Spieltisch kann die Orgel von einem identischen fahrbaren Podiumsspieltisch bedient werden.

In der Mitte befindet sich über dem Spieltisch das Positiv, darüber das Solo-Werk mit eigener Windversorgung. Die Windladen des Hauptwerk sind rechts und links außen diatonisch verteilt, dahinter ebenfalls in C/Cis-Teilung die des Pedals. Der Raum zwischen dem Pedal wird vom Schwellwerk eingenommen, unter dem die Windanlage positioniert ist.

Audiomitschnitte des Einweihungskonzertes und Slideshow mit weiteren Bildern der Orgel:
J. S. Bach: Fuge C-Dur BWV 564
F. Liszt: Präludium und Fuge über B-A-C-H
Report on Chinese TV

Informationen zur Orgel im kleinen Saal finden Sie hier.

Modell Universitätscampus
mechanischer Spieltisch
mobiler Spieltisch
Windladen Hauptwerk und Pedal C-Seite
Pfeifen des Positivs

Disposition

I. Hauptwerk C-c4

  1. Prinzipal 16’
  2. Prinzipal 8’
  3. Konzertflöte 8’
  4. Violoncello 8’
  5. Rohrflöte 8’
  6. Oktave 4’
  7. Hohlflöte 4’
  8. Quinte  2  2/3’
  9. Oktave 2’
  10. Mixtur major 4 f. 2’
  11. Mixtur minor 3 f. 1 1/3’
  12. Kornett 5 f. 8’
  13. Trompete 16’
  14. Trompete 8’
  15. Trompete 4’

II. Positiv C-c4

  1. Salizet 16’
  2. Prinzipal 8’
  3. Gedeckt 8’
  4. Salizional 8’
  5. Oktave 4’
  6. Flauto amabile 4’
  7. Nazard 2 2/3’
  8. Doublette 2’
  9. Terz 1 3/5’
  10. Larigot 1 1/3’
  11. Scharff 4 f. 1’
  12. Dulcian 16’
  13. Klarinette 8’
    Tremulant

III. Schwellwerk C-c4

  1. Bourdon 16’
  2. Diapason 8’
  3. Flûte harmonique 8’
  4. Viole de Gambe 8’
  5. Bourdon 8’
  6. Voix céleste 8’
  7. Fugara 4’
  8. Flûte octaviante 4’
  9. Narsard 2 2/3’
  10. Octavin 2’
  11. Tierce 1 3/5’
  12. Plein Jeu 3-4 f. 2 2/3’
  13. Trompette harmonique 8’
  14. Hautbois 8’
  15. Clairon 4’
  16. Voix humaine 8’
    Tremulant

IV. Solo C-c4

  1. Principal major 8’
  2. Stentorflöte 8’
  3. Sologambe 8’
  4. Octave major 4’
  5. Konzertflöte 4’
  6. Tuba 16’
  7. Tuba 8’
     

Pedal C-g1

  1. Untersatz 32’
  2. Prinzipalbass 16’
  3. Subbass 16’
  4. Oktavbass 8’
  5. Violoncello 8’
  6. Flötbass 8’
  7. Choralbass 4’
  8. Hintersatz 5 f. 2 2/3’
  9. Posaune 32’
  10. Bombarde 16’
  11. Fagott 16’
  12. Trompete 8’
  13. Clarine 4’

Elektrische Koppeln:
Normalkoppeln: II/I, III/I, IV/I, III/II, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P
Oktavkoppeln: 16' IV, 4' IV, 16’ III, 4’ III, 16’ III-I, 4’ III-I, 16’ III-II, 4’ III-II, 4’ III-Pedal
Crescendowalze

Mechanisch und elektrische Spieltraktur, elektrische Registertraktur mit Setzeranlage und Touchscreen
Anzahl Pfeifen insgesamt: 4345

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