Orgelwerke

March-Holzhausen, St. Pankratius

Neubau | II/16 | 2001 | Opus 977

Auch bei einer kleinen Orgel wünscht man sich aus musikalischen Gründen die Zweimanualigkeit. Bei einer Aufteilung von kleinen Dispositionen auf zwei Manualen und Pedal werden die einzelnen Werke sehr knapp.
Entwirft man aber eine Disposition für ein Manual und Pedal in dieser Registerzahl, so ist es plötzlich möglich, bis zu vier verschiedenartige Grundstimmen und einen kompletten Obertonaufbau zu haben mit zusätzlichen Zungenstimmen. Das Prinzip der Wechselschleifen geht von dieser Grundidee aus. Ein Teil der Register wird auch wahlweise auf einem zusätzlichen gebauten zweiten Manual spielbar gemacht. Dadurch ergeben sich vielfältigere Registriermöglichkeiten. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine voll ausgebaute Variante dieses Konzeptes. Durch die Einbeziehung romantischer Register und durch eine sehr charakteristische Intonation ergibt sich eine erstaunliche Vielseitigkeit dieser Orgel. Zusammen mit der Sub-Oktav-Koppel entsteht eine für diese Orgelgröße ungewöhnliche Gravität im Klang.

Disposition

I. Manual C-g3

  1. Prinzipal 8'
  2. Bourdon 8'
  3. Holzflöte 8'
  4. Salicional 8'
  5. Lamento 8' (Schwebung)
  6. Oktave 4'
  7. Flöte 4'
  8. Quinte 2 2/3'
  9. Doublette 2'
  10. Terz 1 3/5'
  11. Mixtur 4f 2' HZ 2'
  12. Basson-Hautbois 8'

Ausser Prinzipal 8' alle Register im Generalschweller.

II. Manual (Wechselschleifen) C-g3

Bourdon 8'
Flöte 8'
Salicional 8'
Lamento 8'
Oktave 4'
Flöte 4'
Quinte 2 2/3'
Doublett 2'
Terz 1 3/5'
Basson-Hautbois 8'

Pedal C-f1

  1. Subbass 16'
  2. Oktavbass 8'
  3. Oktave 4'
  4. Trompetbass 8'

Koppeln:
II/I, I/Ped, II/Ped, Sub-Oktavkoppel II