Windversorgung
An eine gute Windversorgung wird der Anspruch gestellt, daß diese
groß genug, stabil und doch weich reagierend sein soll.
Man hat daher in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten viele Orgeln gebaut,
die entsprechend den historischen Vorbildern mit einem großen externen Keilbalg
und Magazinfaltenbalg versehen waren.
Unterseite einer Windlade
Diese Bälge haben zwar ausreichend Volumen und Weichheit, aber meist auch ein unerwünschtes Zittern und Stoßen im Wind.
Dazu kommen noch andere Nachteile, wie großer Platzbedarf und geringere Lebensdauer des Leders.
Diese Nachteile haben uns dazu gebracht, in den letzten Jahren eine Steuerung und Regulierung von
Windladenbälgen zu entwickeln die aus vier Einzelventilen besteht, sowie Rautenfedern unter den
Windladenbälgen und zusätzlichen kleinen Stoßfängern in den Platten der Windladenbälge, wovon einer
ein "Helmholtz-Resonator" ist.
Mit dieser Konstruktion haben wir erreicht, dass die positiven Eigenschaften wie Stabilität und Weichheit
erreicht wurden. Gleichzeitig wurden die oben beschriebenen Nachteile eliminiert.
Die Tremulanten erhalten besondere Aufmerksamkeit und eine Sonderkonstruktion, so daß sie weich und doch
so intensiv wie ein "Tremblant doux" wirken.